Franz Ernst Goldmann

Eisenbahner. Widerstandskämpfer. Hingerichtet.

* 1900    † 1943

 

Herkunft, Beruf, SDAPÖ

Franz Goldmann wurde am 6.11.1900 in Eibensten (Oberösterreich) geboren. Er arbeitete als Eisenbahner, und war zunächst Mitglied der SDAPÖ.

Mitglied einer kommunistischen Widerstandsgruppe

Ab 1937 war Franz Goldmann Mitglied einer kommunistischen Widerstandsgruppe bei der deutschen Reichsbahn (Südbahnstrecke).

Verhaftung, Todesurteil, Hinrichtung

Am 15. 9. 1941 wurde Franz Goldmann verhaftet und am 10. 12. 1942 in Graz gemeinsam mit J. Sablatnig, J. Leinweber, R. Ledermüller und J. Sattler (alle hingerichtet) zum Tode verurteilt. Am 13.4.1943 wurde er im LG I in Wien hingerichtet.

Aus dem Urteil

„Die Angeklagten Goldmann, Sablatnig, Leinweber, Ledermüller und Sattler haben sich für die KPÖ auch nach dem Ausbruch des Krieges gegen die SU betätigt. Die KP wird durch die SU verkörpert. Wer sich nach dem Juni 1941 für die KP einsetzt, setzt sich somit für den Feind ein. Das Bestreben, der KP zum Sieg zu verhelfen, fällt hier zwangsläufig mit dem Vorsatz, der SU in ihrem Kampfe gegen das Reich Vorschub zu leisten und die Kriegsmacht des Reiches zu benachteiligen, zusammen. Bei ihrer Verstandesreife und politischen Schulung war es den Angeklagten klar, dass die Niederlage der SU die völlige Vernichtung des Kommunismus in der Welt für immer zur Folge hat. Dies wollten sie verhindern und leisteten deshalb bewusst einen außerordentlich gefährlichen Beitrag für den von ihnen erhofften Sieg des Kommunismus über das Reich.“

Gedenktafel und Denkmal

Sein Name steht auf der 1950 enthüllten Gedenktafel am Leobner Bahnhof sowie am 1975 errichteten Denkmal vor dem Bahnhof in Leoben.

Gedenkort

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Wiener Landesgerichts findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Die Gedenkstätte auf der Gruppe 40, Zentralfriedhof

Auf dem Gedenkstein ist der falsche Vorname "Ernst" angegeben.

Weblinks und Quellen


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